Corona in NRW: Weihnachtsmarkt in Düsseldorf abgeblasen ++ Ausbruch im Kloster! 22 von 30 Nonnen infiziert ++

Niederlande notaufnahme geschlossen

Nicht nur Corona: das waren die größten Epidemien der Menschheit

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Die zweite Corona-Welle in NRW ist da. Täglich werden neue Städte und Kreise in NRW zum Risikogebiet erklärt. Mit weitreichenden Folgen. Am Wochenende galten die ersten Sperrstunden in Regionen, die derzeit als Risikogebiet gelten.

Das Land NRW greift wegen Corona durch. Zusammenkünfte von mehr als fünf Personen sind verboten, Feiern von mehr als 25 Personen ebenso. Am vergangenen Freitag hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet die neuen geltenden Regeln für NRW vorgestellt.

Corona in NRW: Immer mehr Riskogebiete

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Donnerstag, 22. Oktober

16.14 Uhr: Weihnachtsmarkt in Düsseldorfer Innenstadt abgesagt

Auch Düsseldorf sagt den Weihnachtsmarkt in der Altstadt ab. Ole Friedrich, Geschäftsführer von Düsseldorf Tourismus: „Bis zuletzt haben wir gehofft, dass uns dadurch ein Weihnachtsmarkt gelingt, den alle mit einem guten Gefühl besuchen können. Aber die aktuelle Entwicklung hat gezeigt, dass das dieses Jahr einfach nicht möglich ist“

14.20 Uhr: 22 von 30 Nonnen in Mönchengladbach infiziert

Im Kloster Neuwerk in Mönchengladbach sind 22 von 30 Schwestern positiv auf Corona getestet worden. Zwei Schwestern, beide schon weit über 80, sind ins Krankenhaus gekommen. Die anderen hätten teilweise Symptome, teilweise auch nicht, sagte eine der Schwestern vom Orden der Salvatorianerinnen, Esther Strauß, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

„Es ist nicht schleichend reingekommen, sondern plötzlich“, erläuterte die 84 Jahre alte Nonne. „Wir müssen uns alle zur selben Zeit infiziert haben.“ Wie das geschehen sei, wüssten sie nicht. „Wir dürfen das Haus nicht verlassen“, sagte sie. „Die einen sagen: Wir sollen den Kreuzgang auf- und abgehen, damit wir nicht steif werden. Die anderen sagen: Wir sollen am besten auf unseren Zimmer bleiben.“ In jedem Fall würden sie sich ausschließlich im Komplex des Klosters Neuwerk aufhalten, um niemanden anzustecken.

10.48 Uhr: Baesweiler knackt 300er-Marke

Die nordrhein-westfälische Stadt Baesweiler bei Aachen ist ein besonders starker Corona-Hotspot: Dort gibt es 321 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, wie die Städteregion Aachen am Donnerstag mitteilte.

In der Stadt mit 28 000 Einwohnern seien derzeit 92 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. In der gesamten Städteregion Aachen liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 127.

09.17 Uhr: Nächster Weihnachtsmarkt im Ruhrgebiet fällt aus

Der Duisburger Weihnachtsmarkt kann in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Stadt Duisburg und der Veranstalter Duisburg Kontor haben in den letzten Wochen viele Gespräche geführt und etliche Alternativkonzepte geprüft, um die beliebte Veranstaltung im Duisburger Stadtzentrum zu retten.

Letztlich konnte vor dem Hintergrund der stark steigenden Infektionszahlen jedoch kein Weg gefunden werden. Da auch in den Nachbarstädten zunehmend Weihnachtsmärkte abgesagt werden, war die Gefahr außerdem groß, dass es weiteren Zulauf nach Duisburg gegeben hätte, was bei der hohen Inzidenz von über 100 nicht zu verantworten gewesen wäre. Weihnachtliches Flair mit Festbeleuchtung soll es trotzdem geben.

08.08 Uhr: Das sind NRWs Corona-Hotspots

In Nordrhein-Westfalen liegen mittlerweile acht Gebiete über der hohen Schwelle von mehr als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Das geht aus den jüngsten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Landeszentrums Gesundheit NRW vom Donnerstag hervor. Das sind konkret die kreisfreien Städte Aachen (100, 5), Duisburg (105, 7), Gelsenkirchen (123, 6), Herne (152, 8), Köln (111, 7), Solingen (153, 9) und Wuppertal (105, 9) sowie der Kreis Düren (117, 1).

07.23 Uhr: Frau entdeckt Schild in Innenstadt – und löst hitzige Debatte aus

In Gelsenkirchen gelten seit dieser Woche verschärfte Corona-Regeln. Eine Anwohnerin bemerkte dazu ein Schild in der Innenstadt. Es löste sofort eine hitzige Debatte aus. Alles dazu hier >>>

07.08 Uhr: Schock-Zahlen aus NRW!

Die Corona-Lage in NRW spitzt sich immer weiter zu. So gab es am Donnerstag erneut einen drastischen Anstieg von Neuinfektionen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden am Mittwoch allein im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland 2.623 Menschen positiv getestet. Das sind rund 1.000 mehr Neuinfektionen als am Vortag. Auch deutschlandweit vermeldet das RKI einen neuen Rekordwert. Mehr dazu hier >>>

Mittwoch, 21. Oktober

19.57 Uhr: Corona-Ausbruch in Essener Altenheim

Im Bettina von Arnim-Haus im Stadtwald gibt es mehrere Coronafälle, aktuell wurden drei Mitarbeiter und drei Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet. Nach Monaten ist dies der erste Corona-Ausbruch in einem Altenheim.

Die Senioreneinrichtung bietet mehrere Unterbringungsformen an. Die Corona-Infektionen sind ausschließlich im ambulanten Dienst und im Service-Wohnen aufgetreten. Im stationären Bereich sind derzeit keine Fälle bekannt. Allen Betroffenen geht es den Umständen entsprechend gut.

Am morgigen Donnerstag (22.10.) werden bei allen Bewohnern und dem gesamten Personal Testungen auf das Coronavirus durchgeführt. Für die gesamte Einrichtung wurde durch das Lagezentrum Untere Gesundheitsbehörde vorsichtshalber eine Quarantäne und ein Besuchsverbot angeordnet, bis man sich morgen die Situation vor Ort angesehen hat.

Weitere notwendige Schutzmaßnahmen werden außerdem zwischen der Einrichtungsleitung und dem Lagezentrum abgestimmt.

18.19 Uhr: Masken-Pflicht in der Fußgängerzone und Wettkampfverbot in Duisburg

Die Stadt Duisburg verschärft wegen steigender Neuinfektionszahlen die Maßnahmen in der Corona-Krise. So gilt in den Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen von 7.00 bis 23.30 Uhr die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes, wie die Stadt nach einer Sitzung des Krisenstabes am Mittwoch mitteilte. „Mit dieser Regelung sollen Menschen insbesondere dort geschützt werden, wo wenig Abstand gehalten werden kann“, heißt es in zur Begründung. Auch für die Sportvereine wurden die Regeln wieder strenger. Sporthallen wurden gesperrt und auch Wettkämpfe im Freien wurden untersagt, so dass die Amateurligen in Duisburg pausieren müssen. Die Maßnahmen gelten ab diesem Donnerstag.

Duisburg mit seinen rund 500 000 Einwohnern zählte am Mittwoch zu den sieben Städten und Regionen in NRW mit mehr als 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Solingen führt die Gruppe laut Robert Koch-Institut mit einem Wert von 137, 52 an, Duisburg meldete 100, 06. Ab einem Wert von 50 gelten verschärfte Regeln nach Vorgaben des Landes.

17.35 Uhr: Auch Essen Motor Show abgeblasen

Nicht nur der Zombiewalk, auch die Essen Motor Show ist für dieses Jahr abgesagt. Oliver P. Kuhrt, der Geschäftsführer der Messe Essen, bedauert die Absage, hat aber auch Verständnis für die Entscheidung der Lokalpolitik. Was nun mit den Ticket passiert und was die Pläne für 2021 sind, erfährst du hier .

15.45 Uhr: Maskenpflicht im Unterricht wieder eingeführt

Schüler ab der 5. Klasse müssen in NRW nach den Herbstferien auch an ihrem Platz im Unterricht wieder eine Maske tragen.

Die Regelung soll bis zu den Weihnachtsferien gelten, das gab das Bildungsministerium am Mittwochnachmittag auf einer Konferenz bekannt.

Zudem kündigte das Land ein Sonderprogramm an, um die Belüftung an Schulen zu verbessern. Das Land werde dafür 50 Millionen Euro für mobile Lüftungsanlagen zur Verfügung stellen.

14.32 Uhr: Zombiewalk in Essen abgesagt

Traurige Nachricht aus Essen. Noch bis Mittwochnachmittag rührten die Veranstalter des Zombiewalks Essen die Werbetrommel. Doch jetzt wurde die beliebte Veranstaltung abgesagt. Hier erfährst du mehr.

14.03 Uhr: Baesweiler hat einen Inzidenzwert von 299 – aber keinen Lockdown

Ein zweiwöchiger Lockdown: Dieser ist im Berchtesgadener Land in dieser Woche in Kraft getreten. Der Grund dahinter: Corona trifft mitten in den Herbstferien das Ferienidyll. 272 Infektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zählte das Berchtesgadener Land am Montag.

In NRW gibt es eine Stadt, in der der Inzidenzwert noch weitaus höher liegt. Einen Wert von 299 verzeichnet die Stadt Baesweiler in der Städteregion Aachen. Doch einen Lockdown gibt es hier nicht. Noch nicht!

Die Wahrscheinlichkeit, dass strengere Regeln zeitnah kommen ist groß. Ordnungsamtsleiter Pierre Froesch gehe derzeit davon aus, dass härtere Maßnahmen kommen werden. Ob es ähnliche Maßnahmen wie in Berchtesgaden – dort dürfen die Menschen dürfen ihre Wohnungen nur noch aus triftigem Grund verlassen. Arbeit, Einkäufe, Sport im Freien, und das nur alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands – sein werden, ist noch nicht bekannt.

Wie alle angehörigen Kommunen stehe man in engem Kontakt zur Städteregion, der Ebene, auf der über die nötigen Verfügungen beraten werde, so Froesch. Davon berichtet die Rheinische Post.

Woher die hohen Zahlen in Baesweiler kommen? Laut Froesch gebe es keine Hotspots in der Stadt. Vielmehr seien private Kontakte für das Infektionsgeschehen verantwortlich.

10.35 Uhr: Über 12 Millionen Menschen in NRW leben in Risikogebiet

Inzwischen wohnen zwei Drittel der Bevölkerung in einem Risikogebiet. Rund 12 Millionen Einwohner leben in Städten oder Kreisen, die über der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen liegen.

Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) am Mittwoch hervor.

Dienstag, 20. Oktober

18.30 Uhr: Wie geht es nach den Herbstferien in den Schulen weiter?

Ab Montag (26. Oktober) geht in NRW die Schule weiter. Doch zahlreiche Regionen in NRW sind Corona-Risikogebiete - kann es nach den Herbstferien also überhaupt „normal“ weitergehen?

Angesichts des rasanten Anstiegs der Corona-Infektionszahlen werden nun Rufe nach verschärften Schutzmaßnahmen an den Schulen lauter. Immer mehr Lehrerverbände fordern inzwischen offensiv die Wiedereinführung der Maskenpflicht. Nach den Sommerferien war die damals neue Maßnahme von vielen Kritikern noch scharf als Zumutung verurteilt worden.

Zehn Wochen und rund 40.000 Neuinfektionen später weht ein anderer Wind: „Die Zeit drängt“, sagte der nordrhein-westfälische Oppositionsführer Thomas Kutschaty am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) müsse den zurecht besorgten Lehrern, Schülern und Eltern unverzüglich ein Handlungskonzept vorlegen. Dazu gehörten kleinere Lerngruppen, mehr digitaler Unterricht in der Sekundarstufe II und der Einbau von effektiven Raumluftfilteranlagen. Ähnliche Forderungen stellten Lehrergewerkschaften auf.

Die Schulministerin will sich aber nicht treiben lassen. „Die Landesregierung beobachtet das Infektionsgeschehen in Nordrhein-Westfalen bis zum Ende der Herbstferien sehr genau“, hieß es knapp aus Gebauers Behörde. „Weitere Maßnahmen werden kontinuierlich auf Wirksamkeit und Notwendigkeit geprüft.“ Bislang hat sich die Landesregierung nicht in die Karten blicken lassen, ob es nach den Herbstferien überhaupt neue Vorschriften geben wird. „Es kann jedenfalls nicht sein, dass sie damit wieder erst kurz vor Ende der Ferien um die Ecke kommt und alle Beteiligten im Hauruck-Verfahren reagieren müssen“, meinte Kutschaty.

16.49 Uhr: Drei Eilanträge gegen Sperrstunde - Sammelklage von Wirten

Die Sperrstunde in NRW, die in Risikogebieten mit einem Inzidenzwert ab 50 von 23 Uhr bis 6 Uhr morgens gilt, stürzt die Gastronomie weiter in die Krise. Am Dienstag lagen gegen die Corona-Maßnahme bereits drei Eilanträge am Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster vor. Sowohl ein Wirt aus Bochum als 19 Gastronomen aus Bonn, Köln und dem Rhein-Sieg-Kreis wollen die Sperrstunde kippen. Am Dienstagmittag ging beim OVG auch die angekündigte Klage eines Bar-Betreibers aus Düsseldorf ein. Wann über die Eilanträge entschieden wird, steht laut einem Sprecher noch nicht fest.

Einer der beiden Initiatoren der Sammelklage, der Bonner Wirt Tobias Epping, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag, dass sich noch etliche weitere Kollegen gerne angeschlossen hätten - man habe nur nicht länger warten wollen. Epping betreibt eine vor allem bei jungen Leuten beliebte Bar in Bonn. Er ist sicher, dass sich „die Feierei jetzt nur zu unseren Gästen nach Hause verlegt.“ Dort sei aber kein Abstand oder Hygienekonzept vorhanden - wie in den Gaststätten. „Da gibt's stattdessen dann die Superspreader-Party in der Küche.“

14.18 Uhr: Risikogebiet Ruhrgebiet - Oberhausen beschließt DIESE Maßnahme

Seit Dienstag ist Oberhauen auch als letzte Ruhrgebietsstadt Risikogebiet. Doch damit nicht genug. Die Stadt will die Maskenpflicht ausweiten. Das berichtet die WAZ.

Menschen müssen nun auch in belebten Innenstadt-Bereichen und im Außenbereich der Neuen Mitte eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

Das bestätigte der Rechtsdezernent Frank Motschull am Dienstag auf Nachfrage gegenüber der WAZ .

10.03 Uhr: Corona-Tests an DIESEM Hauptbahnhof im Ruhrgebiet möglich

Seit Samstag, 17. Oktober gibt es am Dortmunder Hauptbahnhof einen Corona WALK-IN.

In diesem Corona Testcenter werden montags bis samstags von 8-18h die nach RKI-Richtlinien entsprechende COVID-19-Untersuchung durchgeführt.

Je nach Bestimmungen des Bundesgesundheitsministeriums sind hier alle Abrechnungsmodalitäten (z. B. auf Überweisung, aktuell Reiserückkehrer aus Risikogebieten, usw.) umsetzbar.

Alle Informationen gibt es im Netz unter www.corona-walk-in.de

08.46 Uhr: Ruhrgebiet nun komplett von Corona betroffen

Die Stadt Oberhausen liegt mit 52, 7 nun ebenfalls über der wichtigen Corona-Kennzahl von 50, somit gilt nun das gesamte Ruhrgebiet als Risikogebiet.

Da bedeutet im gesamten Ruhrgebiet gelten verschärfte Auflagen.Dazu gehören:

  • Ab 23 Uhr bis 6 Uhr gilt in der Gastronomie eine Sperrstunde.
  • Auch der Verkauf von alkoholischen Getränken ist in dieser Zeit untersagt.
  • Feste aus herausragendem Anlass sind auf zehn Personen beschränkt.
  • Veranstaltungen sind - innen und außen - auf maximal 100 Personen beschränkt. Veranstaltungen sind allerdings bis zu maximal 250 Personen möglich, wenn die zuständige Gesundheitsbehörde ein vorgelegtes Hygienekonzept akzeptiert.
  • Zudem dürfen nur noch 5 Personen oder maximal zwei Hausstände in der Öffentlichkeit zusammenkommen.

Das Robert-Koch-Institut meldete 2150 neue Fälle für Nordrhein-Westfalen. Damit gibt es in NRW bundesweit die meisten Covid-19-Fälle, das RKI meldet 92.694 Fälleseit Beginn der Pandemie.

08.28 Uhr: Schockierende Coronavirus-Zahlen in NRW-Metropole

In einer NRW-Metropole sind die Corona-Zahlen am Dienstagmorgen nochmal explodiert. Laut Robert Koch-Institut liegt die Inzidenzzahl in Köln aktuell bei 97, 8. Das ist fast der doppelte Wert ab dem eine Stadt oder ein Kreis als Risikogebiet eingestuft wird.

Am Montag (19. Oktober) hatte der Inzidenzwert in der Domstadt bei 75, 4 gelegen, am Sonntag bei 83, 7. Laut RKI gibt es derzeit 7219 dokumentierte Corona-Fälle in Köln.

Bereits am Sonntag hatte die Stadt entsprechende Maßnahmen angekündigt. So wurde das Verweilverbot auf dem Brüsseler Platz zum wiederholten Mal um einige Wochen verlängert. Das Verbot gilt nun mindestens bis einschließlich 2. November.

Die Köln wäre nicht die erste Stadt, mit einem Wert über 100 Neuinfizierten. Dieser wurde bereits in den Städteregion Aachen, Solingen, Gelsenkirchen und Herne erreicht.

Montag, 19. Oktober

21.07 Uhr: „Corona-Info-Tour“ lockt zahlreiche Corona-Leugner

Der Unternehmer und Youtuber Samuel Eckert lud am Abend zur Corona-Info-Tour nach Duisburg. Der Corona-Leugner fuhr mit einem schwarzen Bus vor dem Rathaus vor, um dort vor Menschen seine Theorien kundzutun. Am gleichen Tag hatte er noch Auftritte in Göttingen und Dortmund.

T-Online bezeichnete Eckert als den Posterboy der Querdenken-Bewegung. Er behauptet, die Wahrheit zu verkünden, die anderen aufwecken zu müssen. Häufig fallen in seinen Reden die Worte „Liebe", „Freiheit" und „Gerechtigkeit“. Er zweifelt daran, dass der 9/11 ein Terroranschlag war, glaubt lieber Verschwörungstheoretikern.

Mit dem Coronavirus hält er es ähnlich: Er hält das Virus für einen Betrug.

Auf Twitter kursierten Videos und Bilder der Veranstaltung. Menschen stehen dicht gedrängt ohne Maksen. Duisburg gilt als Risikogebiet, hier liegt die Anzahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohnern bei 93, 6.

17.14 Uhr: Hamm verschärft erneut die Corona-Maßnahmen

Die Stadt Hamm, die schon seit Mitte September über dem kritischen Neuinfektionswert liegt, führt neue Corona-Beschränkungen ein. Man wolle alles tun, um die schon fast seit einem Monat anhaltend hohen Zahlen in den Griff zu bekommen, sagte ein Stadtsprecher am Montag. Hamm hatte angesichts der vorübergehend bundesweit höchsten Sieben-Tages-Inzidenz schon im September strikte Einschnitte beschlossen. Auch am Montag wurden aber wieder 88, 9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet.

Strenger als NRW-weit vorgegeben, gilt ab Dienstag in der Stadt mit rund 180 000 Einwohnern daher bei Sport- und Kulturveranstaltungen schon ab 25 Personen eine Anzeigepflicht inklusive einzureichendem Hygienekonzept. Und sogar innerhalb der eigenen vier Wände dürfen zu Privatfeiern nur noch maximal 24 Personen eingeladen werden, wie der Sprecher erläuterte.

Zudem wird die Verabschiedung des scheidenden Oberbürgermeisters Thomas Hunsteger-Petermann verschoben, wie die Stadt via Facebook bekannt gab.

15.16 Uhr: Lehrer fordern besseren Schutz gegen Corona nach den Herbstferien

Lehrer machen Druck für einen wirksameren Schutz gegen das Coronavirus an den nordrhein-westfälischen Schulen. „Ein "Weiter so" darf es nach den Herbstferien nicht geben“, mahnte die Vorsitzende des Philologenverbands, Sabine Mistle. Die Ferien enden an diesem Wochenende.

Das von der Kultusministerkonferenz empfohlene regelmäßige Stoßlüften reiche nicht aus. „Schülerinnen und Schüler sollten in beheizten Klassenzimmern lernen, nicht in Kühlräumen“, unterstrich die Chefin des überwiegend Gymnasiallehrer vertretenden Verbands.

Angesichts steigender Infektionszahlen sollte auch die Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht kein tabu sein. „Wenn immer mehr Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen zu Risikogebieten werden, dürfen Schulen nicht zu Hotspots werden.“

Der Philologenverband fordert Luftfilteranlagen und einen Stufenplan mit einheitlichen Handlungsanweisungen für die Schulen. Zu prüfen seien auch Schichtmodelle mit kleineren Lerngruppen.

Mistler appellierte an die Fürsorgepflicht der Landesregierung. „Deshalb wird an den Schulen zu Recht erwartet, dass alles Machbare und Notwendige getan wird, um eine Infektion oder Weiterverbreitung der Corona-Viren zu verhindern.“

14.52 Uhr: Hausärzte mit deutlicher Ansage – „Situation ist zunehmend angespannt“

Bei Hausärzten muss man aufgrund der Corona-Lage derzeit mehr Zeit einplanen. Wegen des umstrittenen Beherbergungsverbots dürfen Reisende aus Risikogebieten in einige Bundesländer nur mit einem negativen Coronatest einreisen. Sind die Hausärzte in NRW denn dazu imstande, alle betroffenen Urlauber zeitnah mit frischen Corona-Tests zu versorgen? Wir haben mit Hausärzten gesprochen. Hier mehr dazu>>>

12.08 Uhr: Gastronomen wollen Sperrstunde kippen

Die Gastronomen wollen die Sperrstunde in NRW kippen. Gastronomiebetriebe in Risikogebieten müssen derzeit um 23 Uhr schließen.

Nun will ein Düsseldorfer Gastronom mit Hilfe des Branchenverbands Dehoga vor dem Oberverwaltungsgericht Münster die NRW-weite Sperrstunde in besonders von Corona betroffenen Regionen kippen. Ein entsprechender Eilantrag und eine Klage sollen voraussichtlich noch am Montag eingereicht werden, sagte der Geschäftsführer der Dehoga Nordrhein, Thomas Kolaric, der Deutschen Presse-Agentur. Die „Rheinische Post“ hatte zuvor berichtet.

09.43 Uhr: Neue Regeln in NRW ab heute

Ab heute gelten in NRW weitere neue Regeln in Risikogebieten.

Das musst du jetzt wissen:

  • Bei 35 oder mehr Infektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen dürfen an Feiern aus besonderem Anlass (Hochzeit, Taufe, Gbeurtstag, Jubiläum oder Abschlussfeier) nur noch 25 Menschen teilnehmen
  • Ab 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen dürfen an Feiern aus besonderem Anlass nur noch zehn Menschen teilnehmen

Seit Samstag gilt in Risikogebieten zudem eine Sperrfrist von 23 Uhr bis 6 Uhr morgens. Gastronomische Betriebe müssen schließen, Alkohol darf nicht mehr verkauft werden.

Ab einem Wert von 35 gilt eine erweiterte Maskenpflicht auf allen Plätzen und Straßen, wo eine regelmäßige Unterschreitung des Mindestabstands zu erwarten ist - etwa in Fußgängerzonen und auf Märkten. Wo konkret überall Maske getragen werden muss, haben die einzelnen Kommunen im Internet veröffentlicht.

In NRW dürfen sich maximal zehn Personen unterschiedlicher Haushalte im öffentlichen Raum treffen - unabhängig von der Infektionslage. In den 50er-Regionen dürfen sich maximal noch fünf treffen. Die Grenzwerte gelten nicht für Gruppen, die innerhalb desselben Haushalts leben - Familien oder Wohngemeinschaften etwa. Außerdem dürfen sich grundsätzlich Personen aus zwei häuslichen Gemeinschaften treffen.

08.23 Uhr: Auch Gütersloh und Rhein-Erft-Kreis überschreiten Corona-Warnstufe

In NRW kommen immer weiter Risikogebiete hinzu. Nun haben auch der Kreis Gütersloh und der Rhein-Erft-Kreis die Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Die Werte lagen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Montag bei 53, 7 und 55.

In der RKI-Grafik mit täglich zunehmenden roten Warnfeldern gibt es inzwischen drei dunkelrote „Hotspots“. Solingen lag am Montagmorgen bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz mit 113, 0 an der Spitze in NRW. Auch Herne (111, 2) und Wuppertal (103, 1) überschritten die 100er-Schwelle.

Sonntag, 18. Oktober:

20.24 Uhr: Querdenken-Demo in Dortmund

Rund 1.100 Menschen haben am Sonntagnachmittag in Dortmund an einer Querdenken-Demo teilgenommen. Die Polizei zog anschließend ein zufriedenes Fazit.

Die Beamten setzten zur Überprüfung von Abständen und Maskenpflicht eine Drohne ein. Knapp 200 Personen trugen aufgrund eines ärztlichen Attestes keinen Mund-Nasen-Schutz. Diesen Versammlungsteilnehmenden wurde ein gesonderter Bereich der Veranstaltungsfläche zugewiesen. Hier wurde durch die Polizei besonders auf die Abstände untereinander geachtet.

Einige der ärztlichen Atteste stellten sich offenbar als Fälschungen raus. Bei Kontrollen wurden fünf Strafanzeigen deshalb geschrieben. Außerdem stellten die Beamten zwei Anzeigen wegen des Verdachtes der Volksverhetzung. In beiden Fällen wurden Davidsterne getragen. Hier steht der Verdacht der Leugnung des Holocausts im Raum.

Bei der Abschlusskundgebung beschimpfte eine Unbeteiligte die Versammlungsteilnehmer, nachdem sie unberechtigt auf die Bühne kletterte. Es wurde Strafanzeige wegen Beleidigung erstattet.

Polizeipräsident Gregor Lange sagte nach der Demo: „Dank professioneller, besonnener und konsequenter Arbeit ist es unseren Kräften gelungen, das Grundrecht der Versammlungsfreiheit zu schützen und gleichzeitig dem Gesundheitsschutz in dieser schwierigen Pandemielage gerecht zu werden. Die Polizei musste in dieser Situation gerade bei den Hygienevorschriften so genau hinschauen, die täglich steigenden Infektionszahlen zeigen uns jeden Tag aufs Neue die Dringlichkeit auf.“

15.45 Uhr: NRW bietet Hilfe für Niederlande an

In Nordrhein-Westfalen stehen zurzeit 80 Betten in 48 Krankenhäusern zur intensivmedizinischen Versorgung niederländischer Covid-19-Patienten bereit. Das teilte das Landesgesundheitsministerium am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit. „Mit Stand heute ist keines davon belegt“, hieß es. In den Niederlanden greift das Coronavirus aktuell in Windeseile um sich. Die Lage in den dortigen Krankenhäusern gilt als bedrohlich. Versorgungsengpässe zwangen einige große Städte bereits, ihre Notaufnahmen zeitweilig zu schließen.

14.16 Uhr: Düren nun auch Risikogebiet

Auch Düren sprang am Wochenende nach Angaben des Kreises über die 50er-Schwelle (67, 6). Gütersloh (49, 6) und der Rhein-Erft-Kreis (49, 1) standen am Sonntagvormittag kurz davor.

08.42 Uhr: Zwei weitere dunkelrote Hotspots in NRW

Am Samstag gab es den ersten dunkelroten Hotspot im Ruhrgebiet. Am Sonntag haben schon gleich drei Städte in NRW den Grenzwert von 100 überschritten. Solingen und Wuppertal kommen hinzu. In Hene liegt der Inzidenzwert aktuell bei 111, 2. Wuppertal vermeldet 103, 1 und Solingen 109, 9. In der Grafik des RKI findest du einen Überblick über alle Zahlen für NRW >>>

08:01 Uhr: Kölner Gastwirte klagen gegen Sperrstunde in NRW

Kölner Gastwirte klagen bereits gegen die in der Domstadt schon zuvor verhängte Sperrstunde von 1.00 Uhr bis 6.00 Uhr und den in dieser Zeit untersagten Verkauf von alkoholischen Getränken. Das Berliner Verwaltungsgericht hatte die Sperrstunde in der Bundeshauptstadt am Freitag gekippt.

Er gehe davon aus, dass die nordrhein-westfälische Verordnung rechtssicher sei, sagte Laumann. „Es ist nicht die Lösung, sondern es ist ein Teil der Lösung, um Kontakte zu reduzieren“, erklärte er. Im Winterhalbjahr drohten durch größere Enge in geschlossenen Räumen erhöhte Ansteckungsgefahren.

07:50 Uhr: Erste Sperrstunden am Wochenende in NRW - so lief es im Bermudadreieck ab

Seit diesem Wochenende gilt in Risikogebieten in NRW die Sperrstunde. Von 23 bis 6 Uhr morgens müssen Bars und Kneipen schließen. Der Alkoholverkauf darf nicht stattfinden. Im Bermudadreieck - Bochums Partymeile - hielten sich die Feierwütigen an die erste Sperrstunde. Darüber berichtet die WAZ . Am Freitag um kurz vor elf gingen die letzten Bierchen über die Ladentheke, Wirte schlossen ihre Läden. Vor dem Parkhaus bildete sich ein kurzzeitiger Stau und dann war das Kneipenviertel um 23.10 Uhr fast wie ausgestorben.

Auch die Gäste in der Düsseldorfer Altstadt haben sich an die Sperrstunde gehalten. Wie der WDR berichtet, sind die Menschen aber geteilter Meinung. Manche begrüßen die verschärften Regeln, wollen sich und andere schützen und denken schon an das Weihnachtsfest. Wieder andere finden die Regelung Schwachsinn. Auch im Hinblick auf die Wirte finden sie die neue Verordnung nicht sinnvoll.

„Der Schlüssel zum Erfolg gegen die zweite Welle ist die deutliche Reduzierung von sozialen Kontakten“, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nach einer Schalte mit den Oberbürgermeistern und Landräten. Er warnte eindringlich vor einer unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus. „Im Umgang mit der Corona-Pandemie geht es auch in diesen Tagen ums Ganze“, sagte der Bewerber um den CDU-Vorsitz. „Wir haben heute die höchsten Zahlen überhaupt in diesem Jahr.“ Das Virus breite sich besonders da aus, wo Menschen auf engstem Raum zusammenlebten. Auch die Zahl der schweren Krankheitsverläufe habe wieder zugenommen.

Laschet sprach von einer „Jahrhundertpandemie“. Noch gebe es kein Medikament und keinen Impfstoff gegen Corona. Aus den stark steigenden Infektionszahlen dürften keine stark steigenden Zahlen in Krankenhäusern und Intensivstationen werden. Aber ein Lockdown mit Schul- und Kitaschließungen und dem Herunterfahren der Wirtschaft wie im Frühjahr müsse „mit aller Kraft“ verhindert werden.

Samstag, 17. Oktober:

22.15 Uhr: Abriegelung von Hotspots? Regierung schließt nichts aus

Die Bundesregierung hält die von Epidemiologen ins Gespräch gebrachte Abriegelung von Gebieten mit hohen Corona-Zahlen grundsätzlich für ein mögliches Mittel im Kampf gegen die Pandemie. „Die Beschränkungen von Ein- und Ausreisen kann rein epidemologisch gesehen eine Möglichkeit sein, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern“, sagte Vize-Regierungssprecherin Martina Fietz am Freitag vor Journalisten in Berlin auf eine entsprechende Frage.

Von konkreten Plänen in diese Richtung konnte Fietz aber nicht berichten. „Unser Ziel ist es, so viel wie möglich vom öffentlichen und privaten Leben aufrecht zu erhalten“, sagte Fietz. „Deshalb ist es wichtig, dass wir die Maßnahmen entschieden einhalten und die Bevölkerung daran mitwirkt.“ Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, es gebe „keine konkreten Szenarien“ für einen Einsatz der Bundespolizei im Falle von Abriegelungen. Der Sprecher verwies zugleich darauf, dass die Bundespolizei auf Anfrage der Bundesländer Unterstützung bei Corona-Maßnahmen leisten könne.

In NRW sind etwa Herne und Wuppertal besonders betroffen.

13.10 Uhr: Dunkelroter Hotspot mitten im Ruhrgebiet

Auch der Kreis Warendorf gehört inzwischen zur wachsenden Gruppe der NRW-Kommunen mit hoher Coronagefährdungsstufe. Mit 52, 5 sprang dort die Quote der Neuinfektionen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen über die als derzeit höchste Corona-Warnstufe geltende Marke von 50 gerechnet auf 100.000 Einwohner und sieben Tage.

In der RKI-Grafik mit täglich zunehmenden roten Warnfeldern gibt es inzwischen sogar einen dunkelroten „Hotspot“. Herne lag am Samstag bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz mit 115, 7 an der Spitze in NRW. Auch Wuppertal kratzte mit 98, 2 bereits an der 100er-Schwelle.

Gegenüber dem Vortag stieg die Zahl der Neuinfektionen in NRW laut RKI um 1889 auf 88.204. Der bisherige Höchstwert an Neuinfektionen war in NRW am Freitag mit plus 2154 registriert worden. An den Wochenenden sind die amtlich gemeldeten Zahlen auf Grund der Personalkapazitäten in den Laboren und Gesundheitsbehörden meist niedriger.

12.28 Uhr: 70.000 Menschen in NRW in Quarantäne

In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) derzeit rund 70.000 Menschen wegen Corona in Quarantäne. Trotz Personallücken in den Gesundheitsämtern seien die nötigen Tests und Nachverfolgungen der Infektionsketten grundsätzlich aber gewährleistet, sagte er am Samstag im Deutschlandfunk.

NRW teste rund 350 00 Menschen pro Woche auf eine Infizierung mit dem Coronavirus - möglich seien derzeit sogar 400 000 pro Woche. Das Gesundheitssystem habe noch „sehr viele Kapazitäten“ zur Versorgung Infizierter - auch in der Intensivmedizin.

10.15 Uhr: Risikogebiete in NRW ganz abriegeln? Reul mit klarer Kante

NRW hat Überlegungen für eine Abriegelung besonders von Corona betroffener Regionen eine klare Absage erteilt. „Risikogebiete ganz abzuriegeln, ist für mich nicht vorstellbar“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Das scheitere praktisch bereits an der Größe der Gebiete und damit am Personalaufwand. „Sie können Städte in Nordrhein-Westfalen nicht einfach dichtmachen“, unterstrich Reul.

07.51 Uhr: Hunderte Menschen feiern in den Niederlanden - doch die zweite Welle schlägt zu

Das Coronavirus schlägt in der zweiten Welle hart zu in den Niederlanden, und die Bürger machen Party. Während die Abgeordneten in Den Haag am Mittwochabend über die düstere Realität debattierten, grölten, tranken und tanzten Hunderte in Partyzelten auf dem Platz vor dem Parlamentsgebäude. Ähnliche Szenen wurden auch aus anderen Städten gemeldet. Wohl ein letzter Tanz, bevor Kneipen, Cafés und Restaurants für mindestens vier Wochen schließen mussten.

Das Verhalten passt zu den Niederländern, die den Wert des Lebens gerne daran messen, wie „gezellig“ es ist. Touristen wunderten sich bereits in den Sommermonaten darüber, wie locker es die Niederländer mit der Coronakrise nahmen. Kaum war der erste „intelligente Lockdown“ am 1. Juni vorbei, ging das normale Leben wieder voll weiter. Keine Masken, keine Kontrollen, aber dichtes Gedränge in Geschäften und Kneipen. Super-Gezellig.

Inzwischen griff das Coronavirus in Windeseile um sich. Binnen 24 Stunden wurden am Freitag zuletzt knapp 8000 Neuinfektionen gemeldet - in einem Land mit gut 17 Millionen Einwohnern. Bedrohlich ist die Lage in Krankenhäusern und auf Intensivstationen. Dort liegen bereits so viele Covid-19-Patienten, dass die normale Pflege für andere Patienten abgebaut wird. Die Notaufnahmen in Großstädten müssen bereits zeitweilig geschlossen werden. Es gibt zu wenig Betten und zu wenig Personal, und vor den Türen stehen die Krankenwagen mit Patienten Schlange. Auch in NRW werden an diesem Wochenende in den Krankenhäusern Patienten aufgenommen.

Alle Alarmsignale stehen auf Rot. Die Lage sei bedrohlicher als im Frühjahr, sagte der Amsterdamer Virologe Hans Zaaijer der Zeitung „De Telegraaf“. „Wir befinden uns im Vorlauf einer Katastrophe.“

Um die abzuwenden, verhängte Premier Mark Rutte den „Teil-Lockdown“. Unter anderem Gaststätten sind geschlossen und eine Maskenpflicht wird eingeführt. „Wir alle haben es nicht gut gemacht“, gibt er zu. Doch inzwischen wird seine Regierung auch verantwortlich dafür gemacht, dass die Dinge so aus dem Ruder laufen konnten. Die linke Opposition wirft dem Kabinett Systemfehler und Führungsschwäche vor.

Schon das Testen funktioniert nicht - trotz aller Versprechen. Die Gesundheitsämter haben viel zu wenig Mitarbeiter und die Labors erschreckend wenig Kapazitäten. Sie sind auch hoffnungslos damit überfordert, die Kontaktpersonen aufzuspüren und so die Quelle einer Infektion zu finden. Das soll jeder selbst machen. Die im März mit viel Tamtam angekündigte Corona-App wurde erst sieben Monate später, in der vergangenen Woche eingeführt.

Die Ereignisse der letzten Tage kannst du hier nachverfolgen. (DER WESTEN mit dpa)

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